Monuments & Conversion

Landesarchiv Berlin Eichenborndamm

Location

Berlin-Eichenborndamm
Diese historische Industrieanlage besitzt eine sehr wechselhafte Geschichte, mit der im Laufe der Zeit die unterschiedlichsten baulichen Veränderungen und Erweiterungen einhergingen. Der Bürotrakt und die Shedhallen der Kugellagerfabrik wurde 1906 durch die nach Berlin umgesiedelte Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken errichtet. 1912 fand eine weitere Erweiterung statt, die Hallen wurden nun von mit rot verblendeten Bürotrakten dreiseitig umschlossen. Nach dem ersten Weltkrieg wechselte die Gesellschaft ihren Namen, Teile der Anlage wurden von General Motors genutzt, bis mit dem dritten Reich sich wieder mehrere Rüstungsbetriebe ansiedelten. Nach dem zweiten Weltkrieg verlegte man sich auf den Waggonbau und produzierte dort Personen-und Güterwagons.
Landesarchiv
Die Shedhallen wurden zwischenzeitlich abgerissen und teilweise durch eine neuere Konstruktion ersetzt. Nach Aufgabe der Produktion stand die Anlage leer und verfiel. Vor zwei Jahren wurde dann entschieden, dort das deutsche Landesarchiv anzusiedeln. Die repräsentativen Bürotrakte werden nun saniert und in ihren Orginalzustand zurückversetzt, soweit dies möglich ist, um das umfangreiche Raumprogramm für öffentlich und nichtöffentlich Nutzungen aufzunehmen. Die Hallen werden renoviert und umgebaut um dort die wertvollen Bestände des Landesarchivs lichtgeschützt und klimatisiert lagern zu können und so den Ansprüchen moderner Archivierungstechnik zu genügen.
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